Die Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien und China zeigen kräftige Erholungstendenzen, die Börsenkurse schließen schon wieder nach oben. Aber Experten warnen vor voreiligen Schlüssen - berichtet das Handelsblatt.
In den sogenannten BRIC-Staaten scheint die Krise schon wieder vorbei zu sein, signalisieren die aktuellen Börsentrends, berichtet das Handelsblatt:
In Schanghai schoss der chinesische Leitindex um 50 Prozent nach oben; an der Copacabana steht ein Plus von immerhin 23 Prozent zu Buche; der indische Sensex legte 35 Prozent zu – nach dem Wahlsieg der Kongresspartei schoss der Index an nur einem Tag mehr als zehn Prozent nach oben; und auch an der Börse in Moskau, wo der Absturz im vergangenen Jahr besonders heftig war, zeigt die Kurve des RTX jetzt umso steiler nach oben: Rund 70 Prozent kletterten die Aktien der wichtigsten russischen Unternehmen im Schnitt.
Doch daraus eine grundlegende Kehrwende abzulesen wäre falsch, denn auch die Schwellenländer hängen extrem eng an der Weltkonjunktur, warnen Experten:
Nach dem rasanten Aufschwung sei das Rückschlagpotenzial in der jetzigen Situation sehr hoch.